17 Feb 2017

trump - ein verständnis versuch - Replik

Submitted by Uwe Theel

trump - ein verständnis versuch - Eine Replik

Im Blog trump - ein verständnis versuch  wurde von der Verfasserin die These aufgestellt "eins ist unübersehbar: die hysterische medienkampagne im transatlantischen teil der welt ist so massiv, dass es schwer ist, sich ihr zu entziehen ... " . Die Verrfasserin stütze sich dabei auf einen Artikel "Feindbild Trump Es ist eine Kampagne, was denn sonst"  von Karl Müller, der unter https://www.seniora.org/de/1016 im Netz veröffentlicht ist und aus dem die Verfasserin Textteile zitierte.

Ich widersprach dieser These aus dem Ursprungsblog mit einem eigenen Kommentar, den die Blogverfasserin dann mit einer, ich kann es nur so sagen, wilden Formulierung, dass ich mit diesem Text als "inhaltszerstörer" aufgetreten sei kuzerhand löschte. Die vollständige Begründung aus Sicht der Verfasserin ist in nachlesbar.

Da meine Antwort in erster Linie der Widerlegung der rechtspopulistischen These, wie sie Karl Müller vertritt und von der Verfasserin übernommen worden war, gewidmet war und in zweiter Linie gerade mal fragte, wie die Blogverfasserin dazu käme diese These offensichtlich selbst zu vertreten, sehe ich weder mich noch meine Widerlegung von diesem Vorwurf betroffen.

Weil mir das Problem des Umgangs mit der Produktion von Ideologie und Desinformation am Herzen lag und liegt, stelle ich meinen Text hier (erneut unverändert) zu Diskussion

Es gibt keine "hysterische medienkampagne im transatlantischen teil der welt" gegen Trump

Das, was Du, marie, und Dein Herr Müller wohl auch fälschlich dafür halten, ist das unkoordinierte Ensemble aus genuin sozialiberaler Presse und dem Teil in der grundsätzlich staatstragenden konservativen (proysystemischen) Presse und Politik, dem es schon nach vier Wochen dämmert, dass sie dem Irrtum von Papens gegenüber dem ursprünglich nur als Trittbrett und Helfer gedachten Hitler erlegen sind, der da im Frühjahr 1933 glaubte, "In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, dass er quietscht!“. Soweit ich das sehe, betreiben z.B. die Washington Post berechtigte seriöse Kritik an Trump und sind nicht Teil einer "Kampagne". Dass Trump sich mit dem Vorwurf unredlicher Presse und nicht zu vergessen unredlicher Justiz gegenüberzustehen eher das Genick brechen könnte, als dass ihm seine Wähler auf die Spur kommen halte ich nicht für ausgeschlossen.

Darf ich jetzt fragen, warum Du nicht bemerkst, dass Du mit deiner Quelle seniora.org selbst einer "fake news"-Quelle, im Sinne von ideologischer Quelle zur "Meinungsbildung" im Sinne einer unkritischen Haltung gegenüber dem herrschenden Sytem Systems aufsitzt, die auf AfL-Niveau ideologisch, deren krude Thesen benutzend agitiert?

Meinst Du wirklich Trump schaffe den Kapitalismus ab und damit kommen auch nur die deutschen Armen aus Hartz vier raus. In den USA fliegen jetzt erstmal 20.000.000 Menschen (das sind ca.10% der US Bevölkerung) aus ihnen sonst nicht möglicher Krankenversorgung, von den Toten des Krieges in den uns Trump möglicherweise treibt, gar nicht zu reden.

Der Herr Müller, bei dem Du da Deine üblichen Textfetzchen geholt hast, versucht Trump zu rechtfertigen, indem er genau die Argumentation vorträgt, die Trump selber, gerade gestern wieder in seiner letzten "Pressekonferenz" vorgetragen hat: Eine unehrenhafte Lügenpresse würde ihn, Trump, so wörtlich, "den erfolgreichsten Präsidenten in dessen ersten vier Wochen" ungerecht verfolgen, ihm den Erfolg unredlich absprechen. "Die Kampagne" von der hier die Rede ist, ist für ihn und Müller und Dich also die Kampagne "der Medien" in Zusammenarbeit mit "liberalen politischen Eliten der USA" gegen Trump. Abgesehen davon, dass, vorneweg Murdoch/Fox, es auch eine mächtige Presse für in Zusammenarbeit mit ebenso mächtigen "Thinktanks" für Trump gibt, erinnert das alles mehr an den Verfolgungswahn Nixons, damit auch an dessen Amtsführung, als an  demokratie- und faschismustheoretisch gedeckte, rationale Beurteilung,

Und merkst Du nicht dass dieser Herr Müller indem er Trump "versteht", das von Dir heißgeliebte Rußland mit Vokabular aus dem kalten Krieg, es der Stalin-UdSSR gleichsetzend angreift? Da müßtest Du Dich Doch fragen: Wie geht denn das zusammen, kann ich, marie, den Mann als für mich, meine Meinung sprechend, annehmen? Abgesehen davon: Wo liegt die Schwierigkeit Trump zu verstehen? Der macht das, was er versprochen hat. Wenn Du das gut findest, dann wundert mich an Deiner Argumentation nix mehr. Die Afd begrüßt Trumps Wahl auch.

Das Gefasel von Demokratie, Stalinismus und Meinungsvielfalt des Herrn Müller, dass Du da unreflektiert nicht einmal wiederkaust, das würde Verdauung anzeigen, könnte man schlicht nur Blödsinn nennen, wenn es nicht wirkmächtig wäre in der Strömung dessen, die schon im Begriff "Neurechte" eine Verharmlosung erführe, die in die Irre führt.

Also kann ich Dir nur anraten, reihe Dich mit Deinem Guten Willen bitte nicht dort ein.

Der Rassist Trump und die ihn tragenden reaktionären Kräfte sind eine ernste Gefahr für die USA und den Weltfrieden, die Demokratie.  Davon sollte nicht abgelenkt, sondern darauf ohne falsche Zweifel hingewiesen werden.

 

Kommentare

Eingangs mal zum Stil: Ich lese Deine Beiträge und Kommentare mit höchstem Widerwillen, auch da, wo ich nicht selten eher inhaltlich übereinstimme. Dein Sprachduktus erinnert an Andrej Wyschinski, ständig in der Pose des Entlarvers und Anklägers. Bei dem Vorstellung, Du könntest Macht über andere haben, gruselt es mich, deutlich mehr als bei Beiträgen anderer Forenten, auch wo ich sie verkehrt, unstrukturiert oder wirr finde. Dein "Diskussionsstil" gegenüber Marie ist abstossend, auch wenn Karl Müller Mist schreibt.

Und in Deinem Beitrag versteigst Du Dich gründlich. Zu bestreiten, dass es in den USA wie auch hier eine Kampagne gegen Trump gibt, ist extrem kontrafaktisch. Sicher ist Trump reaktionär, das heisst aber nicht, dass seine Gegenspieler fortschrittlich wären. Der Rassismusvorwurf gegen Trump erscheint mir hergeholt, ich finde wenige bis keine Belege dafür. Seine Haltung zur illegalen Immigration ist kritikwürdig, aber eine Diskussion des open border-Konzepts wäre auch in der Linken notwendig.

Dass Trump eine Bedrohung der Demokratie sei, müsste ausgeführt werden. Bislang sehe ich keine Fackelzüge von brandstiftenden Trump-Anhängern, keine Inhaftierung politischer Gegner. Und Kritik (auch dämliche) an Gerichtsbeschlüssen oder Richtern ist Teil der Demokratie, keine Verletzung der Gewaltenteilung. Ich sehe allerdings beunruhigende Tendenzen einer Kollusion von tiefem Staat und "liberalen" Medienkonzernen, darunter auch und besonders NYT, WP, CNN etc., die sich gegen die vernünftigen Aspekte der Aussenpolitik der neuen Administration verbünden. Dass da Kampagnen geführt werden, kann man zum Beispiel bei consortiumnews.com nachlesen.

Der Machtkampf in den US-Eliten ist wohl kaum zu bestreiten. Bislang verorte ich Kriegsgefahren eher auf der Seite der Neocons und "liberal interventionists", die alles aufbieten, damit es nicht zu einer Verringerung der Spannungen kommt. Dass das kein Kampf zwischen Gut und Böse ist, sollte wohl klar sein.

a^2

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@ aquadraht - Sa, 18/02/2017 - 15:09

Ich schrieb ausdrücklich "Meinst Du wirklich Trump schaffe den Kapitalismus ab und damit kommen auch nur die deutschen Armen aus Hartz vier raus. In den USA fliegen jetzt erstmal 20.000.000 Menschen (das sind ca.10% der US Bevölkerung) aus ihnen sonst nicht möglicher Krankenversorgung, von den Toten des Krieges in den uns Trump möglicherweise treibt, gar nicht zu reden.". Damit kann ja wohl nicht die Rede sein, dass ich Trump als Reaktionär verkennen würde.

Ich habe die Kampagne *) bestritten, die marie meint zu sehen, das ist nämlich genau die, die Trump auch glaubt zu sehen. Da auch Du das nicht verstanden hast, wiederhole ich mich zur Abwechslung mal gerne: Was hier fälschlich als antikapitalistische Kampagne gegen Trump interpretiert wird, ist dies nur zum kleinsten Teil. Wesentlich ist das ein " unkoordinierte Ensemble aus genuin sozialiberaler Presse und dem Teil in der grundsätzlich staatstragenden konservativen (proysystemischen) Presse und Politik, dem es schon nach vier Wochen dämmert, dass er dem Irrtum von Papens gegenüber dem ursprünglich nur als Trittbrett und Helfer gedachten Hitler erlegen ist, der da im Frühjahr 1933 glaubte, "In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, dass er quietscht!“. Soweit ich das sehe, betreiben z.B. die Washington Post berechtigte seriöse Kritik an Trump und sind nicht Teil einer "Kampagne". Dass Trump sich mit dem Vorwurf unredlicher Presse und nicht zu vergessen unredlicher Justiz gegenüberzustehen eher das Genick brechen könnte, als dass ihm seine Wähler auf die Spur kommen halte ich nicht für ausgeschlossen."

An maries Artikel selbst ist zu kritisieren, dass marie, dabei die Argumentation aus einer mir nicht unbedingt als links zu  bezeichnenden Stelle beziehend, die Kampagne gegen Trump für ungerecht zu halten scheint, da auch von wirklich linken Kräften getragen, was sie aber nicht genauer ausführt, so dass schwer darauf zu antworten ist. Ich habe deshalb selbständig analysiert.

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*) "Eine Kampagne ist eine zeitlich befristete Aktion mit einem definierten Ziel, das durch geplantes und koordiniertes Zusammenwirken mehrerer Personen oder Akteure zu erreichen versucht wird. Der Begriff wird oft im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit verwendet "

Wikipedia ist ganz nett, wenn einem eine Formel, ein mathematischer Beweis oder ein Orts- oder Personenname nicht gleich einfällt und man kein vernünftiges Buch dazu zur Hand hat. Ansonsten sollte man sehen, dass das ein Haufen Halbbildung und PR-Müll ist, der von den herrschenden Eliten kontrolliert und zensiert wird. Zum Verständnis des Elitenbegriffs empfehle ich neben Lenin C.Wright Mills, nicht Wikipedia.

Campagne ist das französische Wort für Feldzug, da kommt es her, und die allgemeinere Bedeutung ist der Einsatz von Kräften zur Erreichung eines Ziels. Das Geschwätz von "zeitlich begrenzt" ist typisch für PR- und BWL-Idioten, wie sie sich auf Wikipedia rumtreiben, und die immer erst ans Budget denken.

Und gewiss gibt es ein Ziel, dass die neoliberalen und neokonservativen Eliten auf jeden Fall erreichen wollen, nämlich die Infragestellung ihrer globalen militärischen und ökonomischen Zielsetzungen zu konterkarieren. In der Tat stellt Trump mit einer Aussenpolitik, die sich gegen die Kriegshetze der Neocons richtet, deren Stossrichtung ebenso in Frage wie die der neoliberalen Eliten mit ihrer Ausrichtung auf globalen "Freihandel", etwa bei TTIP und TTP.

Zu bestreiten, dass Bezos' Washington Post ein Teil dieser schon seit den Primaries anhaltenden und an Hysterie sich verschärfenden Kampagne ist, erscheint mir wirklichkeitsfremd. Sie als "seriös" zu bezeichnen (ich denke mal an die ProPornOT-Artikel) ist schon jenseits der Lächerlichkeit und lässt schaudern.

Noch faktenfreier ist der Vergleich mit Hitler. Die deutsche Rechte (einschliesslich der "Nationalliberalen" und des Zentrums) hat von dem Augenblick an, als die Restauration der Monarchie nicht mehr möglich war, auf die Diktatur hingesteuert, und gegen den Faschismus hatten sie auch nicht so viel (ich denke mal an Mises' Lobhudelei des Mussolini-Faschismus). Und nicht ohne Grund sieht Arthur Rosenberg den Beginn der Diktatur und das Ende der Republik 1930, nicht 1933. (forts. wg 2k Zeich)

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Aquadrat sagt: "Dass Trump eine Bedrohung der Demokratie sei, müsste ausgeführt werden. Bislang sehe ich keine Fackelzüge von brandstiftenden Trump-Anhängern, keine Inhaftierung politischer Gegner. Und Kritik (auch dämliche) an Gerichtsbeschlüssen oder Richtern ist Teil der Demokratie, keine Verletzung der Gewaltenteilung."

Zu so einem Satz könnte man jetzt Seiten der Widerlegung schreiben, oder das in einem Wort ausmachen. Ich versuchs in unter 137 Zeichen:

Trump bedroht die Demokratie, indem er versucht, wie ein absolutistischer König oder Kaiser zu herrschen, während er sich für einen smarten Geschäftsmann und den GröPAZ hält und doch nur Bürger wie Alle unter dem Gesetz ist.

Falls Du Brandsttifter, mit Fackeln suchst, vielleicht wirst Du beim KKK fündig, das sind auch seine Wähler, wie die Bewohner von Gegenden mit ebenso rassistischer Polizei, die auf Schwarze immer zuerst schießen, nicht wissend, wie Polizei arbeitet . Bloß weil Erdogan massenhaft inhaftieren läßt ist das in Haftnehmen großer Teile der US-Bevölkerung durch Armut nicht weniger wirksam und genauso antidemokratisch.

Was Du flapsig als "dämliche Kritik" an Gerichtsbeschlüssen bezeichnest, erfüllt bei Trump bis jetzt schon den Tatbestand der Mißachtung der Gewaltenteilung , den der Mißachtung und Beleidigung der Justiz in Ihren Richtern, bzw.  der Exekutive der Legislative und der kritischen Presse, was Wort und Geist der amerikanischen Verfassung widerspricht. Dagegen waren Nixon und Bush Waisenknaben. Nixon ist seinem Impeachement übrigens nur durch Rücktritt knapp zuvorgekommen.

Wenn Du diese Dinge anders siehst, dann ist Dir nicht zu helfen, aber Du unterstützt Trump und sein System. Ich würde an Deiner Stelle auswandern, solange er Dich noch reinläßt.

Wenn wir wirklich mit solchen Parallelen arbeiten wollten, wäre das Ende der US-Republik nicht auf den 20.1.2017, sondern auf den 11.9.2001 zu legen, in Analogie zum 27.3.1930. Damals (spätestens) vollendete sich die Übermächtigung der US-Demokratie durch die Neocons, mit Patriot Act und der Ermächtigung des Präsidenten zur schrankenlosen Kriegsführung, ähnlich wie die Weimarer Republik 1939 endete und die Diktatur Brünings, Papens und Schleichers ein Vorspiel zum Faschismus bildete, mit viel Kontinuität. Hitler vollendete, was Hindenburg und Brüning begonnen hatten, den Weg in den Krieg.

Den 20.1.2017 (oder den 8.11.2016) in Analogie zum 30.1.1933 zu sehen, ist dagegen einfach totaler Quatsch. Die deutschen militärischen und politischen Eliten haben sich nie gegen Hitler gewandt, er hat sich bloss ein paar Machtmittel mehr genommen, als sie ihm geben wollten, und ihre Politik ein wenig stärker radikalisiert, als sie es ohnehin getan hätten. Die Unterdrückung linker und linksliberaler Opposition betrieb er schärfer als der von Mises bejubelte Mussolini und beseitigte die bürgerlich-demokratischen Institutionen zur Gänze.

Bislang sehe ich keinen Eingriff in Bürgerrechte, jedenfalls keinen, den nicht Obama, Bush oder Clinton schon gemacht hätten. Und noch weniger hat er irgendeine Institution der US-Konstitution ausser Kraft gesetzt. Mit Erlassen hat bereits Obama exzessiv regiert.

Trump hingegen strebt einen zumindest teilweisen Rollback der Neocons und Neolibs an, in der Handels-, Industrie- und Militärpolitik, und auch in der Einwanderungspolitik. Das sind die wirklichen Konfliktfelder. Trump tastet keine "Rassenfragen" an und auch nicht Abtreibung oder Schwulenrechte. Und er hat keine Opposition unterdrückt.

Sicher sollte man sich nicht verführen lassen, in ihm einen Verbündeten zu sehen. Aber in den Neocons/Neolibs noch weniger.

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Um es einfach und Kurz zu sagen a², ich muß mich hier wirklich nicht auf eine Argumentation einlassen, die mir Trump als einen Linken neuester Bauart zu verkaufen sucht. Das ist dieselbe Masche, wie wenn z.B. ein CDU-Mann, während er für das kapitalistische System arbeitet, behauptet, daß Sahrah Wagenknecht und Frauke Petri (wahlweise Donald Trump) beide doch dasselbe sagten, wenn sie die Banken kritisierten, also sei es in beiden Fällen falsch. Du kannst sicher sein, wenn es nicht mehr anders geht, arbeitet er mit Frauke Petry, aber nicht mit Sahrah Wagenknecht zusammen. Wenn die "Mittigen" und Rechten den Kapitalismus kririsieren, dann wollen sie ihn nicht überwinden, sondern "einhegen" um weiter Profite zu machen, wenn es zu doll wird, d.h. die Massen zu unruhig werden könnten.  Der Kapitalismus ist in seiner ultimativen Zerstörungskraft aber nicht einhegbar! Die genuine Linke tut etwas ganz anderes, sie strebt die Überwindung des Kapitalismus an. Also nicht Postkapitalismus nach dem Kapitalismus, sondern - um bei den überlieferten Begriffen zu bleiben - demokratischer Sozialismus/Kommunismus nach dem Kapitalismus.

Ich weiß, daß Du das nicht nachvollziehen kannst, deshalb will ich hier auch nicht in Dein Hamsterrad einsteigen.

Es gilt weiter Ernst Jandles Lichtung / manche meinen / lechts und rinks kann man nicht velwechsern / werch ein illtum.

P.S.: Meine Argumentation macht übrigens aus der Washington Post nicht die Prawda vergangener Tage, oder was Du dir da sonst so denkst.

Gut, Du musst auf die Kritik an Deiner Widersprüchlichkeit nicht eingehen, aber lass bitte die plumpen und unwahren Unterstellungen. Ich mache aus Trump keinen "Linken neuester Bauart", nicht einmal da, wo ich seine Positionen, wie die Verweigerung eines auf den Nuklearkrieg steuernden Kurses von Obama/Clinton/McCain oder die Ablehnung von TTIP/TPP, für akzeptabler halte als die der Gegenfraktion. Dieser Konflikt spielt sich innerhalb der imperialistischen Eliten ab, wie auch Du wissen könntest. Und Dein Schönreden von Propagandaoutlets wie der WaPo wird durch absurde Vergleiche mit anderen Propagandaoutlets nicht logischer.

Du hüpfst von einem Widerspruch und einer Unlogik zur anderen und unterstellst fortwährend Dinge, die keiner geschrieben hat ausser Dir. Wer soll der CDU-Mann Deines Vergleichsversuchs sein, ich, Marie, oder wer noch?

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Sorry a², das ist bei mir keine Verweigerung, aber Deine Interpretationen der Lage ist mir zu unübersichtlich, als dass ich da für mich und Dich mit tausend Rückfaragen etc. erst Klarheit reinbringen wollte/könnte. Du erzählst mir dauernd etwas von "verständlich sein" bei Trump, dass ihn zu rechtfertigen scheint, während sein Vorgänger Obama alles angerichtet hätte.  Das ist mir alles zu schlagwortartig und ungerichtet. Ich bin Lnker, aber die alten Lagerschlagwortdiskussionen, da bin ich drüber raus.

Ich wünsche einen schönen Abend.

u.t.

Nee, ich sehe auch nicht, wie man den bestreiten könnte auch wenn natürlich die mediale Darstellung genau das macht, was es nicht ist, wie Sie schreiben: Der Kampf Gut gegen Böse.
Angesichts der wirklich Starken unter seinen Gegner muss man aufpassen, nicht Verständnis oder Sympatie für ihn zu entwickeln.
Das schreiben Sie alles und ich stimme vollkommen überein.

Bleibt die Frage, ob und wenn ja, wie, der Kampf orchestriert wird. Würde ich mir jetzt ausdenken, wie das in diversen Thinktanks bedacht und umgesetzt wird, würde man mir zurecht vorwerfen können, woher ich das denn wohl wisse. Nee, weiß ich sowenig wie die meisten anderen von uns.

Ich denke, es ist immer gut, sich an das zu halten, was wir mit Bordmittel beurteilen können.
Was passierte eigentlich? Massenproteste zunächst einfach nur, weil er gewählt wurde. Da hatte er noch gar keine Entscheidung getroffen, nichts veranlasst.
Massenproteste für Frauen-, Schwulen- und Ethnienrechte. Da gab es keine Initiative von ihm, die geeignet sind, die einzuschränken. So weit ich es sehe kann, nicht mal Äußerungen in dieser Richtung.
Wütende Ablehnung des Grenzprojektes, des Zaunes zu Mexiko, der schon zu einem Drittel steht, dessen größten Teil Obama hat errichten lassen, ohne dass eine Massenreaktion, wie wir sie jetzt erleben, berichtet wurde.

Dagegen keine in diesen Dimensionen sichtbare Protestbewegung zu seiner Ankündigung, soziale und kulturelle Projekte zusammen zu streichen, also einem Element seiner realen, nicht der erwarteten oder gefühlten Politik. Das sollte doch viele derer, die auf den Straßen den Job der tatsächlich Handelnden erledigen, sehr viel mehr tangieren.
Die immer mal wieder zutreffend angeführte Analogie zum Kampf der Jakobiner gegen die Thermidorianer kommt mir in den Sinn. Nur wünschte ich, ich könnte mir die heutigen Ereignisse im Geschichtsbuch erklären lassen, statt dabei sein zu müssen.