15 Okt 2016

Es wäre schade um die Junge Welt

Submitted by ebertus

Sterbeglöckchen? "Es ist nicht einfach, in Zeiten, in denen die Rechten auf dem Vormarsch sind, erfolgreich eine linke Zeitung zu machen." (Zitat JW)

Nein, das ist nicht einfach!

Am 20. Oktober werden die aktuellen IVW-Zahlen für das 3. Quartal 2016 veröffentlicht, die Printauflagen von Zeitungen und Zeitschriften;

hier in der FC von mir regelmäßig bloggend begleitet.

Eine überregionale Tageszeitung war und ist dort jedoch nicht enthalten; verweigert sich möglicherweise bewußt der Teilnahme. Dennoch geht schnöde Betriebswirtschaft nicht spurlos an der Jungen Welt (JW) vorbei, schiebt sie mittlerweile, nach eigener Aussage fast eine Million Euro an Verbindlichkeiten vor sich her,

ruft jetzt offen, laut um Hilfe.

- - - - -

Ja, ich trage auch meinen Teil Schuld an dieser Situation.

Über Jahre habe ich ein Soliabo bei der JW unterhalten, gar zeitweise überlegt, dort Genossenschaftsanteile zu zeichnen. War zwar nicht mit jedem Artikel einverstanden, aber die große Linie stimmte, ist Solidarität jenseits des großen Kapitals nötig.

Aber wie Oskar Lafontaine mit warnendem Blick auf seine Linke es schon sinngemäß zu den Parteien im Bundestag sagte:

haben wir bereits vier Parteien (CDUCSUSPDGrüne), die für Kriegspolitik und Sozialabbau stehen, brauchen wir keine fünfte.

Und systemisch formierte (Groß)medien haben wir ebenfalls genug ...!

- - - - -

Im Frühsommer 2014 habe ich mein Abo dann gekündigt, war außerdem froh, keine Genossenschaftsanteile gezeichnet zu haben. Denn da kommt man nur sehr zeitverzögert wieder raus, kann sie gar komplett verlieren;

wie jetzt möglicherweise bei der JW.

Nun kurz zu den Gründen ... Initial war es dieser beinahe orchestrierte Schwenk der Medien im Frühsommer 2014 hin zu systemnaher Hofberichterstattung vs. jedweder Form von Friedenspolitik, Friedensbewegung;

stattdessen zunehmend sog. antideutsche Ideologie bei der Linkspartei und eben auch der JW.

Das Faß soll nun nicht wieder neu aufgemacht werden, wurde hier in jeder, oft persönlich unterstellender, zuschreibender Form ja bereits genug diskutiert. Da muss jede(r) die eigene Position finden, auch vor sich selbst vertreten können.

Nur soviel ... Die eingangs erwähnten, für nächste Woche angekündigten Quartalszahlen zu Zeitungen und Zeitschriften dürften einmal mehr aufzeigen, dass genau diese medial-systemische Formiertheit nicht nur mein Empfinden reflektiert.


Die JW "In eigener Sache"

 

Kommentare

Wann waren die tekktonischen Erdplattenverschiebungen, welche die geografische Aufteilung der Welt veränderten?

In vielen "geistigen" Bereichen finden diese "tekktonischen" Verschiebungen heute statt. Unabhängig davon glaube ich nicht, dass die Existenz der JW bedroht ist - notfalls kann dort auch Soros einen Rettungsschirm darüber breiten.

Ich frage mich, warum die JW "links" eingetütet wird, wo doch generell die rechts/links Ettikettierungen nichts mehr mit Inhalten zu tun haben, sondern nur noch als Trägerfläche für (möglichst wirksame) PR-Labelierung tauglich sind.

„Wenn uns die Orientierung abhanden kommt,... haben wir dafür unsere Herrschaftsmedien. Es ist wunderbar einfach. Die Herrschaftsmedien leiten uns. Wir müssen sie nur zu lesen verstehen... Wer von ihnen als Feindbild aufgebaut wird, ist in den seltensten Fällen unser Feind. Wer von ihnen zum Star hochstilisiert wird, ist sehr wahrscheinlich eine große Gefahr... Wenn Menschen... auf die Abschussliste gesetzt werden, ist davon auszugehen, dass sie den Interessen der kapitalen Mafia zuwider handeln oder gehandelt haben.“

...

"Müssen wir zu guter letzt doch noch umdenken? Denn wir wissen: "links" steht für Frieden, Aufklärung und Wahrhaftigkeit. Wenn das, was wir soeben gelesen haben, tatsächlich "links" ist, dann ist das Gelesene Ausdruck von Wahrhaftigkeit. Wenn es nicht "links" ist, ist das Etikett "links" eine Täuschung. Und das, was einst "links" war, ist jetzt Teil des Herrschaftsapparats. Also doch: wir können weiterhin Vertrauen haben in unsere Herrschaftsmedien. Politiker, die sie uns als Gefahr verkaufen wollen, sind eher eine Hoffnung für die Welt – insbesondere indem sie den Konfrontationskurs gegenüber Russland aufbrechen könnten. Den Herrschaftsmedien gebührt weiterhin unser großer Dank."

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23189

Bild des Benutzers ebertus

notfalls kann dort auch Soros einen Rettungsschirm darüber breiten.

Wenn man eine Übernahme von Linkspartei (und JW) durch die "Antideutsche Ideologie" (Robert Kurz) weiter denkt, dann erscheint das weniger als Satire, denn faktisch real.Die rechts/links-Ettikettierung ist aus dem Anschreiben der JW übernommen und betoniertes "Links" kommt irgendwann als "Rechts" wieder raus;

hat der erwähnte Robert Kurz bereits 2003 in diesem Buch gleichen Namens im Detail analysiert.

Mein Beitrag war auch nicht als Satire gedacht;)

(Ihr "schade" ja wohl aber auch nicht)

Bild des Benutzers ebertus

darf meinem "schade" durchaus zugeordnet werden.

Verweise dabei gern auf den Kommentarstrang in der FC zum gleichnamigen Blogtext; auch wenn es nach unten raus, etwas off topic schon mal um das BGE geht. Aber meiner Meinung nach nicht ganz neben der Spur des Blog, ist gerade das Thema BGE so ein blinder Fleck auf der JW-Agenda, hat Rüdiger Heescher diese einbetonierte Ideologie, eben auch die der JW, gut auf den Punkt gebracht..

"von der JW zum BGE" oder von den "Grünen zu den Anti-Deutschen".
Ich brauche weder die Taz, noch die JW, noch den Freitag - da lese ich lieber das Original (Spiegel)^^ (das war jetzt ambivalente Satire)

Oder auch nicht.
Meine Geschichte mit der jw ist der Ihren nicht unähnlich. Aber macht es wirklich Sinn, eine Zeitung am Leben zu erhalten, die einen nicht mehr erreicht?
Ich weiß es nicht, wirklich nicht. Das ist jetzt kein rhetorisches Gedöns.

Ich muss wirklich nicht andauernd nur das lesen, was meine Meinung bestätigt. Zumal es so was kaum noch gibt. Aber mich gruselt, was jetzt alles unter "Links" firmiert: Antideutsche Maulhelden, der schmierige Freitag mit seinem exzessiven Zesurismus und Denunziantentum, dem Spielzeug eines übermütigen Erben, die noch unerträglichere Taz die sie mit dem zutreffenden Atribut "olivgrün" belegen, die grünen und rosanen Hartz IV-Sadisten, die LINKE, die auch endlich mal Kapitalismus mitverwalten will, Genderisten die ein gemeinsames Interesse pakistanischer Näherinnen und deutscher Vorstandschefinnen phantasieren, Merkel usw usf

Wenn das alles links ist, bin ich es bestimmt nicht. Ungeachtet der Tatsache, dass als erkennbare Alternative nur noch widerlicheres am Markt zu sein scheint.
Und nein, es ist nicht "links", wenn man das Ersäufen von Menschen im Mittelmeer nicht hinnehmen mag.

Ihre klaren Worte - würden die doch wieder in durchdachten Zusammenhängen viel öfter zu hören sein -für mich eine Wellness-Kur, denn auch ich leide an der Schleim-Krusten-Filz-Süffisanz, welche mit der moralischen Wächterfunktion der PC die Sprache verstümmeln will und seine gelehrigen Schüler findet.Ich kenne das noch von der Nachkriegsgeneration, welche beim "Einkauf" auf dem schwarzen Markt dies genauso tat,um keine "kriminellen" Worte, wie "Kaffee" oder "Butter" in den Mund nehmen mußte.

Ob sich nach der jetzigen Verschärfung die Ideologie-Kriege wegen Übertreibung von selbst auflösen oder erst richtig Fahrt aufnehmen - ich weiß es nicht, aber es gibt keine Pflicht deren Worte mitzuplappern - man kann auch stumm werden oder sich dumm stellen.

Ich brauche die JW einfach nicht - nicht so sehr wie KenFM, RT oder die vielen Links in der Propagandaschau -auch in Österreich und der Schweiz kann ich ja noch wirklich kluge Autoren lesen.

Zur JW kann ich nur sagen "in Gefahr und höchster Not, ist der Mittelweg dein Tod". Die gleiche Tendenz gilt für den Freitag - Frau Kahane kann dann ja Taz, JW und Jungle World gemeinsam übernehmen -vielleicht zusammen mit J.D.

Bei Augstein reicht allein schon die Vorstellung, WAS er wirklich ohne Geld (als Hartz4-Empfänger) für ein jämmerliches Bild abgeben würde - mit KIK-Klamotten auf der Suche nach einem Job - sonst Sanktion.

muß nur immer alles richtig eingeordnet werden:
https://twitter.com/KompaLaw

Bild des Benutzers ebertus

nicht so sehr wie KenFM, RT oder die vielen Links in der Propagandaschau".

Sehe ich ähnlich, wenngleich nicht in der aufscheinenden Konsequenz bzw. Absolutheit. Die JW ist mir als Facette wider den medialen Mainstream nach wie vor wichtig; auch wenn ich meinen direkten finanziellen Support eingestellt habe, mich anderweitig (stattdessen) finanziell engagiere.

Und btw. scheint RT den selbsternannten Kämpfern westlicher Werte mittlerweile ganz schön auf den Zeiger zu gehen; wie das aktuelle Beispiel aus England gerade zeigt; wohl nicht nur wegen Wikileaks/Assange ...

ist wohl auch so einer, der alles ganz gut einordnen kann für sich - keine Berührungsängste kennt und sich doch mit niemand gemein macht. So sollte es doch sein, wenn man frei und selbstbewußt die Verschiedenartigkeit annehmen kann. Schön, dass GB RT die Konten sperrt, denn wie sollten sie sonst noch klarer ihre Angst zeigen?

Don Alphonso sagt:
17. Oktober 2016 um 14:36 Uhr

"Nicht zu vergessen der enorme anstieg der verkauften Auflage der Jungen Freiheit. Da ahnt man, dass der Mainstram zwei Probleme hat – die Unfähigkeit, Leser im Spektrum zu halten und die Inkompetenz, die JF zu verteufeln (ich mag sie auch nicht, aber mei)."

http://blogs.faz.net/stuetzen/2016/10/17/die-leitkultur-der-gestutzten-h...

Werden die Auflagenzahlen der JF auch mit aufgeführt?

Bild des Benutzers ebertus

Ja, die werden bei der IVW-Quartalsanalyse aufgeführt; im Gegensatz zu denen der JW

Ich werde mich bemühen, das für Donnerstag/Freitag angekündigte Zahlenwerk hier (und bei der FC) zeitnah zu kommentieren; bin am Wochenende allerdings familiär etwas stärker ausgelastet ...

Und btw. Mit Don Alphonso gehe ich partiell durchaus konform; partiell eben ...

mit dem ich alles teilen kann, aber ich kann bei jedem etwas teibares finden und sei dies nur das Wetter oder die Mathematik - doch selbst da, kann die Wahrnehmung ja unterschiedlich sein (ich mag Sonne und der andere lieber Schatten) - am gleichen Tag und Ort und Stunde.

Ich habe gerade an anderer Stelle gelesen, dass dort die fc-Fangemeinde mit der von Ditfurth verglichen wird - und ich empfinde dies auch so - und wer dies kritisiert wird von beiden auch gleichermaßen gelöscht. Ditfurth wird übrigens verklagt, weil sie weiterhin Spenden für den Prozeß sammelt, obwohl dieser schon seit Monaten in letzter Instanz abgewiesen wurde.

Und ja: Don Alphonso und die völlig unkorrekten Herren Tichy und Elsäßer, welche nicht meine Meinung vertreten, haben viele kluge Gedanken, die ich sehr gut nachvollziehen kann, auch wenn ich oft die Ursachen ganz anders sehe.

Zu Elsässer mag ich nichts sagen. Der ist mir einfach zuuuu unangenehm und da kommt in der Beurteilung dann, wenn man aus so einer Position kritisiert, nichts Gescheites bei raus.
Aber es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass der Wetterbericht, wenn ihn den Reinhardt Heydrich vorgetragen hätte, falsch wäre. Und dein Feind erkennt noch allemal deine Fehler, Schwächen und Vergehen besser als du selbst und deine Freunde. Eigentlich muss man eben denen zuhören, sehr genau zuhören. Was aber ungeheuer schwer ist, wenn man in dem Wahn lebt, eh alles schon zu wissen. Und besser zu wissen.

Ich will das jetzt nicht so moralisierend und theoretisch abhandeln. Aber um ein Beispiel zu nennen, wo ich die rechte Kritik von AfD und Konsorten für so was von zutreffend halte, ist zum Beispiel die undemokratische Verfasstheit der EU oder TTIP. Und es bleibt einem nicht weiter übrig, als sich der Mühe zu unterziehen, deren Analyse nicht allein für falsch und schändlich zu halten, weil sie von DENEN kommt. Und wenn man es sich genau anschaut, sind es eben genau so, wie die von ihnen Kritisierten neoliberale Irre. Prof. Meuthen, ein durchaus kluger und, man traut es sich kaum zu schreiben, anders als Gabriel, Roth oder Kauder, sympatischer Mensch, sagt das von sich selbst. Also nicht, dass er ein Irrer ist natürlich sonder ein Neoliberaler.

Mein Gott, wie verrückt muss man sein, um bei denen die Lösung der Probleme zu suchen, die man wirklich hat.. Eine Bevölkerung, die in ihrer Masse immer nur 12 Monate von Hartz IV entfernt ist kann doch nicht ernsthaft in zunehmender Zahl sowas wählen.

Aber was soll es, sie können es......

Bild des Benutzers ebertus

weg von den Inhalten, hin zu (unterstellender) Personifizierung.

Ich nenne dieses Verhalten, auch von dFC-AlphabloggerInnen gepflegt, ein "Wer kennt wen". Wer ist assoziativ irgendwie negativ zu ettikettieren, wem ist Nähe zu unterstellen, weit diesseits noch von formalrechtlicher Relevanz? Wenn man darauf eingeht, dann hat man bereits verloren, ist der Diskurs keiner mehr um die Inhalte,

Zu Elsässer, AfD & Co. hier nur soviel: Ich halte dessen, deren Positionen in Sachen Familie, Frauenbild, Feminismus, Homophobie etc. für weniger krass, für weniger extrem als die von Teilen (beispielsweise) der katholischen Kirche.

Der von mir wegen einem gewissem Lokalkolorit gern mal angesteuerte RheinNeckarBlog bringt in Sachen Alice Weidel dazu ein gutes Beispiel. David Berger oder Jana Schneider fallen mir spontan ebenfalls ein.

Keine Frage, wie kann man die nur wählen ...?

Mit fällt es schwer auf den Punkt zu kommen - jedoch stelle ich fest, dass die JW ein für mich sehr unbedeutender Bezugspunkt (geworden) ist und aus Zeitökonomie-Gründen fast immer ausfällt, weil wo anders ergiebiger, wenn auch gar nicht "symphatischer".

Was der MS verkündet nutze ich meist NUR, um die neue Propaganda-Kampagne der Regierung deuten zu können.

Dann gibt es noch genug unterschiedliche Gegen-Medien, welche keine lauteren Gründe haben, sondern Eigeninteressen, um dagegen zu argumentieren.

Interessant sind allein die wirklichen Aufklärer - zur Befreiung der Menschen ... selbst, wenn auch ihnen "Fehler" unterlaufen, müssen sie für mich keinen 100%igen Reinheitsgebot entsprechen - allein ihr Versuch der sauberen Analyse und ihre Ehrlichkeit habe ich im Blick.

"Das verdeckte Ziel der Populismus-Kritik – Gegenwärtig ist es so weit gekommen, dass derjenige, der den Verfassungsbegriff „deutsches Volk“ in den Mund nimmt, in der Öffentlichkeit unter den Verdacht gestellt wird, rechtsradikal zu sein. Zunächst benutzte man das Wort „Populismus“ und wollte damit andeuten, dass der „populus“ (das Volk) irgendwie eine gefährliche Mischung sei, die das politische Denken in falsche Bahnen lenke. Dann kam man auf den Trichter, „populistisch“ in „völkisch“ zu übersetzen und damit direkt mit dem NS-Regime zu assoziieren (Ein Schlüsselartikel für diese Demagogie ist Volker Zastrows „Die neue völkische Bewegung“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 29.11.2015).

Der Artikel 20 des deutschen Grundgesetzes ist in dieser Hinsicht eindeutig. Er umfasst vier Absätze:

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Damit ist das Volk ein Bestandteil unserer Verfassung und konstitutiver Bezugspunkt der Staatsgewalt (Absatz 2). Sie ist damit auch dauerhaft bindender Bezugspunkt für die gesetzgebende, die vollziehende und rechtsprechende Gewalt (Absatz 3). Entsprechend ist der Amtseid von Kanzler und Bundespräsident ausdrücklich auf das Volk bezogen. "

http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/helds-ausblick/und-es-gibt-es-doch...

Gestern lief ein unsägliches Film-Machwerk in der ARD - gemischt mit Talk (Hart aber fair) und einer "Volksabstimmung" (zur Änderung des Grundgesetzes in "Notfällen"). Auch hierzu schon wieder einen Link zur fc, was die Relativität meiner Haltung zeigt: Perlen gibt es auch im Dreck.

https://www.freitag.de/autoren/scharfenorth/der-pilot-ist-schuldig#14767...

Bild des Benutzers ebertus

oder ..., spiel nicht mit den Schmuddelkindern!

"Interessant sind allein die wirklichen Aufklärer - zur Befreiung der Menschen ... selbst, wenn auch ihnen "Fehler" unterlaufen, müssen sie für mich keinen 100%igen Reinheitsgebot entsprechen - allein ihr Versuch der sauberen Analyse und ihre Ehrlichkeit habe ich im Blick."

Genau das, und jede -auch subtile- Bevormundung dahingehend fasse ich als Beleidigung der mir verbliebenen Restintelligenz auf.

Zu dem unsäglichen Machwerk.

Wir haben bereits seit langen Jahren kein TV mehr und nur in sehr seltenen Fällen schaue im mir die öffentlich-rechtlichen Machwerke und soweit überhaupt (noch) verfügbar dann im Internet an. Dahingehend via verschiedener Quellen lesen, reflektieren und nach den Hintergründen, den subtilen Botschaften zu fragen, das scheint mir sinnvoller, wichtiger.

Insofern und nur kurz, weil nicht gesehen, nur wenig bislang gelesen, so halte ich das Machwerk für eine Einstimmung auf Kommendes, wenn die globale Vorwärtsverteidigung zur Sicherung unserer Wirtschaftsinteressen dann Auswirkungen hierzulande zeigt, wo ganz alternativlos und beinahe selbstlos lediglich noch zwischen Pest und Cholera zu wählen wäre.

Bei der Gelegenheit: Ich wusste nicht, dass das mir vertraute Gebäude "Lanzkapelle" heißt. Interessant aber ist die Überschrift des Artikels . Es soll sich bei dieser sicherlich doofen aber doch harmlosen Schmiererei um einen "linksradikalen Angriff" gehandelt haben.....

Schätze, Sie sind der Betreiber eines linksradikalen Blogs. Sozusagen der Vorbereiter solch schändlicher Angriffe. Und Maaß und Kahane, die hier nur beispielhaft genannt sein sollen, entwickeln grad die Waffen dagegen. Wobei ein unbestimmtes aber sehr starkes Gefühl mir sagt, dass sie deren Wirksamkeit dereinst am eigenen Leibe erfahren werden. Wenn Mannheim doch nicht "rot" bleibt.

Gustav -Bluthund- Noske wurde auch von den Nazis schwer verfolgt. 1933 entließen sie ihn aus dem Staatsdienst. Leider kann ich den Brief online nicht finden, in dem er die Nazis anbettelte ihn doch weiter zu versorgen . Wegen seiner großen Verdienste für das deutsche Volk.

Wobei er später tatsächlich, weil er im Falle des Gelingens des Putsches gegen Hitler eingeplant war, einige Monate in Haft kam.

Bild des Benutzers ebertus

um diesen "linksradikalen Angriff", ist torten, teeren oder entglasen durch die sog. Guten doch bereits ein augenzwinkernd akzeptiertes Mittel.

Ich selbst bin für gewaltfreien Widerstand, sich verweigern, boykottieren, jenseits staatlicher Vorgaben oder Leitplanken eine Gegenöffentlichkeit suchen und herstellen, informelle Beziehungen pflegen und ausbauen. Daher auch und wie in dem anderen Blogtext erkennbar, meine Sympathie für BDS.

Ein Vorbild sind für mich die in vielen Besuchen drüben erlebten Parallelgesellschaften der ehemaligen DDR. Statt frontal gegen die Herrschenden und deren Institutionen anzurennen, den Machthabern nur soviel geben, wie unter Vermeidung ernsthafter Repressionen eben nötig ist.

Ansonsten und nochmal zu diesem beinahe en passant Hinweis im RheinNeckarBlog, so finde ich es immer wieder interessant zu sehen, wie ideologisch, neulinks vereinnahmtes Genderism in seinen vielfältigen Ausprägungen gerade auch bei den sog. Rechten erlebbar ist.

Ich habe jetzt ernsthaft ein paar Tage über ihre Antwort nachgedacht.
Wie war das mit der Paralellgesellschaft In der DDR? Ich weiß es nicht, obwohl ich die meiste Zeit meines Lebens dort verbrachte. Dabei gewesen sein macht uberhaupt nicht, das man mehr vom Geschehenen versteht. Sie schrieben gelegentlich, Robert Kurz gelesen zu haben. Sein Ansatz, zuerst im "Kollaps" entwickelt, ist der für mich noch immer plausibelste, um Realsozialismus zu verstehen.
DDR Nostalgie ist mir fremd. Dass das, was wir da machten, keine emanzipatorische Veranstaltung war, habe ich auch rausbekommen. Es gab aber nicht nur die Verweigerung, den inneren Widerstand das gelebte und erlebte Elend ob des unerträglichen Mangels an Motorfahrzeugen und -damals- Videorecordern, sondern auch die, die am liebsten eine DDR mit Westgeld gehabt hätten.
Und es gab auch "uns", die wir das Projekt zum Erfolg führen wollten. Die einen von uns waren dem Wahn verfallen, alles was wir da machen, wäre schon supertoll. Die anderen sahen schon, dass dem nicht so war aber dass man da durch müsse. Keine Ahnung, wie man die von mir phantasierten Gruppen quantifizieren könnte.
Uns allen gemeinsam war nur die Verucktheit. Egal, ob wir hofften das mausetote Sozialismusprojekt beleben zu können oder ob wir an die ewige Glückseligkeit im Kapitalismus glaubten.
Nein, ich glaube nicht mehr daran, dass es uns gelingt, mit irgendwelchen Widerstandsformen den Dingen einen anderen Lauf zu geben. Es macht den Eindruck, als wenn die Katastrophe mit der Zwangslaufigkeit einer griechischen Tragödie naht.
Wir können es nicht abwenden, weil wir noch immer vollkommen verrückt sind. Um etwas tun zu können,müssten wir,oder eine Mehrheit von uns erst mal verstehen, was wir gerade machen. Habe Sie den Eindruck, dass wir das tun?

Bild des Benutzers ebertus

liegt mir als Wessi, im 68er West-Berlin sozialisiert ebenfalls fern

Und um von hinten anzufangen. Ja, eine Mehrheit muß das erst mal verstehen, auch die Weiterungen im Sinne von machen (können). Dahingehend, das gebe ich zu, schlagen zwei Seelen in meiner Brust, ist die eine noch optimistisch, nicht zuletzt wegen eben dieser zunehmend -zugegeben- verklärend, diffus werdenden Erinnerungen an den in der DDR erlebten passiven Widerstand gegen die Macht, das System.

Ob das überall drüben so war, das kann ich natürlich nicht sagen, mus diese Erfahrung erst einmal subjektiv bleiben. Was mir jedoch wichtig erscheint, das ist die in der DDR durchaus gegebene höhere formale Bildung für eine größere Zahl von Menschen (verglichen mit dem Westen Deutschlands, gepaart mit der weitgehenden Abwesenheit von Brot und Spielen. Die Verabreichung von Ideologie war dabei oft gar kontraproduktiv, zumindest intern von feiner bis offener Ironie begleitet.

Daher und eben meine daraus gewonnene Erfahrung, muß Widerstand intelligent geleistet werden, von intelligenten, zu Reflektion fähiger Menschen, die nicht permanent im (Konsum)hamsterrad spazierengeführt werden.

Die Diskussionen (und Begründungen) um das BGE zeigen meiner Meinung nach, dass die Aufrechterhaltung dieser Hamsterräder für das System immer schwieriger wird, es irgendwann zuviele werden, die ruhig gestellt werden sollen (müssen?). Auf der anderen Seite, und das ist (meine) Sorge und erkannte Gefahr zugleich, sind eben viele Menschen mittlerweile so abgestumpft, so deformiert, und auch -ich habe das bei vielen Aufenthalten in den USA erlebt- nur noch so selektiv gebildet (wenn überhaupt), dass Reflektion und intelligenter, kollektiver Widerstand nebst der notwendigen Solidarisierung immer schwieriger wird.

Mal ganz abgesehen von dem allgegenwärtigen agent provocateur, den trojanischen Pferden, den Qualitätsmedien ...

Ich habe schon immer im "Widerstand" gelebt - Harmonie mit der Dummheit und Scheinheiligkeit war und ist mir einfach nicht gegeben. Schön fand ich dagegen jede echte Solidarität in der "Widerstandsbewegung" - Klugheit, Humor, Lebensfreude ...

Naziparolen übersprüht - Staatsanwaltschaft will härtere Strafe für Rentnerin

Laut Überschrift hat die streitbare Rentnerin "Naziparolen übersprüht". Laut Artikel hat sie die Parole "Merkel muss weg" übermalt.

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/naziparolen-uebersprueht-staatsanw...

- aber deren Argumente füllen oft genau die Lücke, welche in deinen eigenen Gedankengängen fehlen, weil sie in deinem Umfeld tabu sind. Es gibt wohl auch tabu-befreite Freundschaften - doch das sind die wahren Glücksfälle - das ganze Bild kommt nur zusammen, wenn die Meinungen aller Beteiligten bekannt sind - und niemnd muß die UMSETZEN, kann so aber eigene Taktiken entwickeln, in denen weniger variable Unbekannte vorkommen.

"Die Umsatzzahlen und Glaubwürdigkeit der westlichen Medien gehen stark in den Keller, nicht nur bei den Angriffen auf RF oder Syrien sondern auch die ebenso einseitige Berichterstattung bei den Themen Brexit und US Wahl.

Man glaubt manchmal die westlichen Medien leben in ihrem eigenen Paralleluniversum und wollen ihre Wahrheit erzwingen und dabei fressen sie sich nur gegenseitig auf.

Wir werden uns in Zukunft wohl auch ähnlicher Medienoffensiven durch Indien und China erfreuen dürfen, das wird den homogen berichtenden westlichen Medienmarkt nochmal kräftig ausdünnen und den Druck auf unsere Medien erhöhen auch mal wieder etwas differenzierter zu berichten.

Denn was wir heute haben wird den Begriffen Pressefreiheit, Informationsfreiheit, Demokratie nicht gerecht. Nun gibt es ja auch bei uns viele kleinerer Nachrichtenpräsenzen die aber gnadenlos von den etablierten MSM denunziert werden aber man sollte auch dort mal einen Blick reinwerfen, auch wenn sie offensichtlich rechts sind. Das ist teil des politischen Spektrums der politischen Realität und gerade bei aussenpolitischen Themen liegen die oft richtig, den braunen innenpolitischen rest ist ja niemand gezwungen zu lesen."

Slicht 17.10.2016 | 21:07
https://www.freitag.de/autoren/bernd-murawski/warum-uebernimmt-russland-...

denn "(...) dass Sie zu den Termiten gehören und die von Ihnen erwarten, dass Sie reden, wie Sie reden." Jetzt will ich aber endlich wissen, ob ich schreibe wie ich schreibe. :-)

Bild des Benutzers ebertus

ob dieser informellen Seilschaft dort; die Magda sich wohl redlich verdient hat ....